Der Olivenbaum gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde.
Sein Ursprung liegt in der Gegend des östlichen Mittelmeeres.
Von dort verbreitete er sich rund um die Welt und man darf annehmen, dass schon die Assyrer Olivenöl herstellten und mit Öllämpchen Licht in ihre Dunkelheit brachten. Schon die Ägypter benützten das Öl der Olive auch als Hautpflege - und Heilmittel. In dieser Zeit war aus der zunächst als Busch wachsenden Olive ein stattlicher Baum geworden, der über den Reichtum des Besitzers mehr aussagte als manche andere Besitztümer.
Auf allen Kontinenten der Erde wird dieser Baum heute kultiviert, und der Siegeszug des Olivenöls nimmt auch bei uns seinen Lauf. Im Unterschied zu anderen Früchten und Gemüsesorten lassen sich die Oliven nicht direkt vom Baum in der Küche verwerten.
Der Olivenbaum oder Ölbaum ist eine sehr genügsame Pflanze, die bestens mit den mediterranen Bedingungen zurechtkommt: mit Hitze, Trockenheit und steinigen Böden. Die empfindlichen Früchte dieses Baumes dagegen benötigen in der Weiterverarbeitung die allergrößte Sorgfalt.
Kein anderes Speiseöl kann eine solch überwältigende Fülle an Geschmacksnuancen bieten wie Olivenöl. Die Vielfalt reicht von mild über leicht bitter bis zu voll fruchtig. Wie das Aroma eines Olivenöls ausfällt, ist vom Klima, der Sorte, der Bodenbeschaffenheit und vor allem vom Reifegrad der geernteten Oliven abhängig.
Im Herbst, bevor die Früchte schwarz werden, erntet man sie in blassgrünem Zustand, um sie zunächst in eine Sodalösung einzulegen. Hier verlieren sie ihren bitteren Geschmack und werden weich. Nach einer Wäsche kommen sie in Salzwasser und gären anschließend in der Sonne.
Je nach Wetter dauert dieser Prozess ein bis drei Monate. Erst dadurch wird die Frucht genießbar und nimmt die charakteristische grüngelbe Farbe an. Nach der Trocknung werden die Früchte sortiert, in Salz, Öl oder Essig eingelegt, entsteint, gefüllt oder so zurechtgemacht, wie sie auf dem Markt gefragt sind.
Oliven werden weitgehend mit Paprika, Sardellen, Mandeln, Kapern, Zwiebel oder Zitrusschale gefüllt. Die zum Füllen vorgesehenen Früchte werden noch Stück für Stück gelesen und weitgehend bis zur Fertigstellung von Hand bearbeitet.
Für die Ölgewinnung notwendigen Oliven werden vollreif geerntet und mehrfach gepresst. In den meisten Regionen, besonders in steileren Hanglagen, werden die Oliven nach wie vor von hunderten von Frauen und Männern liebevoll und sorgfältig in Handarbeit geerntet. In einigen Gegenden, besonders in Ebenen, können Rüttelmaschinen eingesetzt werden. Das hängt jedoch auch davon ab, ob die Baumstämme es zulassen und ob die sonstigen örtlichen Gegebenheiten den Einsatz der Geräte möglich machen.
Bis zu 80% der Kosten von Olivenöl liegen in der Ernte und der Baumpflege. Die Olive ist eine sehr empfindliche Frucht, die bei der Ernte nicht verletzt werden darf, da sonst die Qualität des Öls leidet. Um die beste Ölqualität zu erhalten, sollten zwischen Ernte und Pressung höchstens zwei bis vier Tage vergehen.
Kenner und Fachleute sprechen immer von den erheblichen Qualitätsunterschieden. Denn Olivenöl ist nicht immer gleich Olivenöl. Das allein begründet auch die teilweise enormen Preisunterschiede. Sie werden atemberaubende Unterschiede schmecken, wenn Sie einmal an einer der außergewöhnlichsten Verkostungen teilgenommen hat: Der erste Olivenölsommelier Deutschlands ist zugleich Schirmherr der Unternehmung „Welt der Olive“. Im Stammhaus in Lübeck werden Verkostungen durchgeführt. Hier werden Sie mitgenommen auf eine Geschmacksreise rund um das Mittelmeer, der Heimat der Olive.
Unser Olivenöl ist aus kontrolliertem Anbau und rein biologischer Produktion. Alle Olivenöle stammen ausschließlich aus unseren Anbaulagen und werden nicht mit anderen Ölen verschnitten, so wie es großteils bei anderen im Handel erhältlichen der Fall ist. Wir führen nur sortenreine Olivenöle in der höchsten Qualitätsstufe 1 „Extra Nativ“. Diese sind selbstverständlich kaltgepresst, das sei nur nochmals als Erklärung angebracht, da dies eine mittlerweile gut eingebürgerte Qualitätsbezeichnung ist.

Wußten Sie, dass Olivenöl eines der gesündesten Nahrungsmittel der Welt ist und aus der ältesten Kulturpflanze gewonnen wird? Unsere Ölbauern stellen für Sie ein ganz besonderes Öl her, und es ist nur direkt am Hof oder über uns erhältlich. Wir arbeiten fair, klar und ehrlich mit den Produzenten zusammen und helfen mit, die gewachsenen soziodemographischen Faktoren der Kleinbauern im Mittelmeerraum zu erhalten.
Ihr Olivenöl ist teilfiltriert, daher haben einige Flaschen eine Trübung oder einen Bodensatz. Sie werden es aus dem Handel wahrscheinlich gewohnt sein, nur ganz klare Öle zu kaufen. Dabei handelt es sich um feine Schwebstoffe im Olivenöl, welche sich während des dreimonatigen Reifeprozesses im Stahltank noch nicht komplett abgesetzt haben.
Die Schwebstoffe im Olivenöl sind "kleinste Partikel", die nach der Ruhephase als "Restanten" (aus der Frucht der Olive) noch im Öl enthalten sind. Sie sind ein Zeichen von sehr frischem Öl und Träger vieler Vitamine wie A und E sowie der urtypischen Aromastoffe, die ein gutes Olivenöl so einzigartig machen. Sie sind also ein Zeichen oberster Güte - und genau hier ist auch der besonders gute Geschmack verborgen.